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Start Informationen Individualerkennung

Anhand von Mauserfedern

Möglichkeiten und Grenzen der Individualerkennung von Seeadlern anhand von Mauserfederfunden in Schleswig-Holstein (1955-2000)

B. Struwe-Juhl & R. Schmidt (2002): Corax 19, Sonderheft 1: 37-50

Zwischen 1955 und 2000 wurden in den Seeadlerrevieren von Schleswig-Holstein systematisch Mauserfedern gesammelt und hinsichtlich der individuellen Paarzusammensetzung analysiert (581 Schwanzfedern und 382 Handschwingen aus maximal 22 Brutrevieren in 1999). Die Individualerkennung erfolgt anhand der Variabilität von Federmerkmalen, wobei das Pigmentmuster der Schwanzfedern und die Länge der Schwung- und Steuerfedern die Hauptmerkmale für die Unterscheidung der Individuen sind. Adulte Seeadler erlangen die spezifische Pigmentierung ihrer Schwanzfedern ab dem 5. Kalenderjahr (Kj.), und die Federlänge ist ab dem 7. Kj. weitgehend konstant. Ab diesem Alter variieren diese Federmerkmale nur noch geringfügig, so dass sie in geografisch begrenzten Populationen zur individuellen Erkennung genutzt werden können. Eine Einschränkung der Mauserfederanalyse ergibt sich unter Umständen daraus, dass sich die Pigmentmuster verwandter Seeadler(weibchen) sehr ähnlich sehen können, wodurch die Aussagekraft dieses Merkmals eingeschränkt wird. Seeadlerweibchen sind in der Regel größer als die Männchen. Dieser Geschlechtsdimorphismus findet sich auch in der Morphologie der Großfedern wieder.

Bernd Struwe-Juhl, Zoologisches Institut der Universität Kiel, Biologiezentrum, Olshausenstr. 40-60, D-24118 Kiel; E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Dr. Rainer Schmidt, Eichhofstr. 4, D-24116 Kiel
 

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