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Bestandsentwicklung

Verbreitung und Bestandsentwicklung des Seeadlers in Schleswig-Holstein

Seit Beginn der Wiederansiedlung des Seeadlers im Jahr 1947 ist der Brutbestand in Schleswig-Holstein kontinuierlich erfasst worden. Die landesweite Erhebung wird seit über 35 Jahren von der Projektgruppe Seeadlerschutz durchgeführt.

Allgemeine Verbreitung des Seeadlers

Das Verbreitungsgebiet des europäischen Seeadlers (Haliaeetus albicilla) erstreckt sich von Grönland, Island und Skandinavien über den baltischen Raum, Südosteuropa und Russland bis nach Japan an die pazifische Küste. In Deutschland liegt der Schwerpunkt des Vorkommens in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. In Schleswig-Holstein besiedelt der Seeadler vorzugsweise die gewässerreiche Jungmoränen-Landschaft im Osten des Landes.

Seeadler erobern das Wattenmeer

Seit Mitte der 90er Jahre treten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zunehmend mehr Seeadler auf.
Besonders in den Herbst- und Wintermonaten sind die Jungvögel auf der Suche nach geeigneten Lebensräumen und der Tisch im Wattenmeer ist für die noch Jagd- unerfahrenen Jungvögel auch im Winter gut gedeckt. Nur vereinzelt werden Altvögel beobachtet, die im Winter von den benachbarten Brutplätzen des Binnenlandes herüberkommen.
Besonders geeignete Beobachtungsplätze sind der Hauke-Haien-Koog, der Beltringharder Koog, das Eiderästuar und der Meldorfer Speicherkoog.

Bestandsentwicklung_2015

 Bestandsentwicklung in Schleswig-Holstein

Allgemeine Bestandsentwicklung in Schleswig-Holstein seit 1947

Nachdem der Seeadler als Brutvogel in Schleswig-Holstein gegen Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet worden war, siedelten sich ab 1947 wieder Einzelpaare an. Ende der fünfziger Jahre brüteten dann schon neun Paare; danach ging der Bestand aufgrund von Störungen an den Brutplätzen, Eierdiebstahl und einer hohen DDT-Belastung der Nahrung bis auf vier Paare Anfang der 80er Jahre zurück (siehe Gefährdungen und Todesursachen).
Durch das Anwendungsverbot des Insektengiftes DDT und den Einsatz umfangreicher Schutzmaßnahmen im Nestbereich der Seeadler konnten die negativen Einflüsse jedoch entscheidend reduziert werden. Seit 1985 steigt die Reproduktion und damit der Bestand wieder an.

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